
Liliane und Fred Funcken Orbis Verlag 2000 Gebundene Ausgabe
478 Seiten PREIS: hier klicken
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Sieht man von den umwälzenden Ereignissen dieses Jahrhunderts ab, berührten die Menschen unseres Erdteils in den beiden vorhergehenden Jahrhunderten vor allem drei Zeitabschnitte, mit denen große kriegerische Verwicklungen verknüpft waren.
Der erste stellte den weltumspannenden Seekrieg der beiden damaligen großen Seemächte Frankreich und England um den gewinnversprechenden Besitz von Indien und Nordamerika dar, der aber letztlich doch auf den Schlachtfeldern Deutschlands entschieden wurde. Wir sind gewohnt, diese Geschehnisse zunächst als den Überlebenskampf des jungen, aufstrebenden Preußens gegen die Übermacht der alten etablierten Mächte zu sehen und sie als den Siebenjährigen Krieg (1756-1763) zu bezeichnen. Dabei vergessen wir oft, daß Preußen damals - zwar ungewollt - als Festlanddegen Englands wirkte. Die beherrschende Persönlichkeit aber im Bewußtsein jener Zeit war der Preußenkönig Friedrich II., genannt der Große.
Der zweite, alle damaligen Menschen stark berührende Zeitabschnitt brachte im Gefolge der französischen Revolution einen Mann namens Napoleon an die Macht, der als großer Kriegskaiser das Staatsgefüge Europas nachhaltig erschüttern und umgestalten sollte. Während seiner Regierungszeit (1804-1815) haben die Waffen niemals geschwiegen, in ganz Europa marschierten seine Heere.
Etwa ein halbes Jahrhundert darauf ging für die in viele kleine und kleinste Länder zersplitterten Deutschen - aber auch die Italiener - der Traum eines Nationalstaates in Erfüllung. Dank des geschickten politischen Bemühens Bismarcks gelang es im Verlauf kriegerischer Auseinandersetzungen, zuletzt im deutsch-französischen Krieg von 1870/71, das angestrebte Ziel zu erreichen.
Über alle diese Ereignisse ist sehr viel, teilweise auch klug geschrieben worden. Unmengen von Büchern darüber füllen die Regale der Bibliotheken. Doch vermögen alle diese Zeilen dem interessierten Leser kaum Aufschluß über Fragen zu geben, die ihn bei seinem Bemühen, sich das Geschehen vorzustellen, unterstützen können. Hauptfrage hierbei ist das Aussehen der dabei beteiligten Akteure, der Soldaten jener Zeiten. Dabei kann am anschaulichsten ein farbiges Bild helfen, das, mit akribischer Genauigkeit gefertigt, selbst wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Das schließt nicht aus, daß das Betrachten nicht auch gleichzeitig Freude bereitet. So wünschen wir dem Leser viel Freude an diesem farbenprächtigen Bildband.
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